Zukunftskonzept für den Botanischen Garten Rombergpark

07.05.2019

90. Geburtstag: 14 Mio. Euro schweres Zukunftskonzept für den Botanischen Garten Rombergpark

Stadträtin Birgit Zoerner und der Direktor des Botanischen Gartens Rombergpark, Dr. Patrick Knopf, stellten am 02. Mai 2019 das Zukunftskonzept für den Botanischen Garten Rombergpark vor. Mit über 68 Hektar Fläche zählt der Rombergpark zu den größten Botanischen Gärten der Welt.

„Das auf acht Jahre ausgelegte und pünktlich zum 90. Jubiläum des Parks vorliegende Konzept umfasst zwölf Projekte. Die Gesamtkosten betragen etwa 14 Mio. Euro. Das Konzept beinhaltet diverse Investitionen, deren Einzelprojekte sowohl der wissenschaftlichen Aufgabenerledigung, der Verbesserung der Infrastruktur als auch der Steigerung der Besucherattraktivität dienen. Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Energieeinsparung werden optimiert“, erläutert Sport- und Freizeitdezernentin Birgit Zoerner.

Viele Projekte werden im Rahmen der Internationalen Gartenschau (IGA) im Jahr 2027 auf der Ebene „Unsere Parks und Gärten“ eine bedeutsame Rolle spielen.

„Die Erweiterung des Pflanzenschauhaus-Komplexes, der Bau einer Entdeckerstation mit Sammlungs- und Forschungsräumlichkeiten und eines Baumwipfel-Erlebnis-Pfades sind die bedeutendsten Projekte. Auch der Bau des exotischen Gartens, die Installation eines innovativen Wegweiser- und Informationssystems sowie ein neuer Steg am Sumpfzypressenteich werden die Attraktivität des Botanischen Gartens deutlich erhöhen“, kündigt Zoerner an.

Der geplante Baumwipfel-Pfad wird sich an Vorbildern aus dem Bayrischen Wald und dem Schwarzwald orientieren (Bild: Erlebnis Akademie)

Erweiterung der Pflanzenschauhäuser

Geplant ist die Erweiterung um mindestens drei weitere Gewächshäuser mit Spezialsammlungen aus Neukaledonien und von den Seychellen.

Bau einer „Forscherstation“ mit Sammlungsräumen

Die alten Baracken gegenüber dem neuen Bildungsforum Schule, Natur und Umwelt werden durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt. Im Erdgeschoss soll eine erlebnisreiche „Forscherstation” eingerichtet werden. Der Clou ist, die Besucherinnen und Besucher als „Mikroben” in die Pflanze hineinzuführen. Ein optisches Labor wird in Kooperation mit Zoo und dem Naturkundemuseum genutzt werden.

Errichtung eines Baumwipfel-Erlebnis-Pfades

In der geographischen Abteilung des Botanischen Gartens Rombergpark soll ein barrierefreier Baumwipfel-Erlebnis-Pfad mit einer Gesamtlänge von 1.200 Metern und einer Maximalhöhe von bis zu 18 Metern entstehen.
Die Wissensvermittlung erfolgt an 18 „botanischen“ Erlebnisstationen für die verschiedenen Waldformationen im Botanischen Garten wie zum Beispiel Alaska und Patagonien. In Kooperation mit dem Zoo kann der Pfad vorbei an den Greifvögeln und Höckertieren bis zum Orang-Utan-Außengehege fortgeführt werden - eine weltweit einmalige Attraktion.
„Der Baumwipfel-Erlebnis-Pfad verspricht ein sehr hochwertiges und nachhaltiges Projekt mit überregionaler Strahlkraft zu werden“, freut sich Zoerner.

Weitere Projekte

Für die Verbesserung von Infrastruktur und Arbeitssicherheit wird gemeinsam mit dem Zoo der Bau eines Recycling-/Lagerplatzes realisiert.
Auch die Aufwertung im Bereich des historischen Schlosses und die Erweiterung des Parkplatzangebotes sind vorgesehen.
In einer der beliebtesten Grünanlagen Dortmunds müssen hier verschiedene Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher erfüllt werden: Erholung, Bildung, Sport und Spiel. Die Ansprüche in Bezug auf Erreichbarkeit, Infrastruktur und Gastronomie sind gestiegen.
Der Botanische Garten ist als sogenannter weicher Standortfaktor und als Ausflugsziel von städtischer sowie regionaler Bedeutung. Nicht zuletzt ist der Rombergpark aufgrund seiner Größe und Lage im südlichen Grünzug relevant für das innerstädtische Klima sowie ein Rückzugsort für viele heimische Tier- und Pflanzenarten.

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