Zoo freut sich über Geburt eines „Falschen Hasen“

27.06.2017
Nachwuchs im Zoo: Ein großer Mara mehr auf der Wiese (Bild: Marcel Stawinoga)

Zoo freut sich über Geburt eines „Falschen Hasen“

Der Zoo Dortmund freut sich über die Geburt eines Großen Mara (Dolichotis patagonum), ein Riesennagetier aus der Familie der Meerschweinchen, das in Südamerika in Erdhöhlen haust. Das Jungtier erblickte in der Nacht vom 19. auf den 20. Juni das Licht der Welt.

Von Anfang an wagt sich das Kleine gerne ins Freie. Auch wenn man durch das Aussehen vielleicht Gegenteiliges vermuten möchte: Maras sind keine Hasen, die in alten Büchern verwendete Bezeichnung „Pampashase“ ist verkehrt. Im Vergleich zu den Hasentieren haben Nagetiere einen, wenn auch sehr kleinen, Schneidezahn weniger. Im Vergleich zu den Meerschweinchen ist der Große Mara wesentlich hochbeiniger.

Ausgewachsene Maras können bis zu 15 Kilogramm Körpermasse erreichen bei einer Körperlänge bis zu 75 Zentimetern (ohne Schwanz). Sie sind sehr gute Läufer und Springer. Das Fell des Großen Mara hat eine graubraune Färbung, die Bauchseite ist heller und weißlich. Im Bereich der hinteren Oberschenkel zeigen sich große weiße Bereiche. Orangene bis rostrote Fellbereiche befinden sich an den Körper- und Kopfseiten. Insgesamt ist das Fell sehr dicht und fein, wirkt aber borstig. Die Hinterbeine sind deutlich verlängert.

Die Nahrung besteht aus Pflanzenstoffen. Es ernährt sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern. Aber auch Sämereien und Früchte werden durchaus häufig zu sich genommen. Der Kopf ist leicht länglich. Sowohl die Nasenlöcher als auch die weit oben liegenden Augen sind recht groß. Die Ohren sind lang und spitz sowie innen und außen nur spärlich behaart. Der Schwanz ist sehr kurz und ebenfalls nur wenig behaart.

Wie die Meerschweinchen sind neugeborene Maras direkt nach der Geburt „fertig“, sie können sofort laufen und sehen. Sie werden in einer Höhle geboren und sind Nestflüchter, wachsen schnell heran und sind schon bald nicht mehr von den Erwachsenen zu unterscheiden. Gesäugt werden die Jungtiere über immerhin rund 75 Tage, sehr lange für ein Nagetier. Zum Säugen des Nachwuchses verfügen Weibchen über vier Zitzen.

Die Zuchtgruppe im Zoo Dortmund lebt in Wohngemeinschaft mit den Guanakos gegenüber der großen Südamerikawiese im Zentrum des Parks. Auf der Südamerikawiese würden sie die grüne Grasdecke in Mitleidenschaft ziehen. Bei den Kleinkamelen können sie gerne nach Herzenslust Höhlen graben und so ihre eigene Pampas gestalten. Besucherinnen und Besucher dürfen der ganzen Mara-Familie gerne dabei zusehen!

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