Welt-Pinguin-Tag: Mittwoch 25. April 2018

20.04.2018
Humboldt-Pinguine im Beobachtungsbecken (Bild: Wolf Malkusch)

Welt-Pinguin-Tag: Mittwoch, 25. April 2018

Der Initiator des Welt-Pinguin-Tages ist Spenisco e.V.
Im Zoo Dortmund wird eine Gruppe von Humboldt-Pinguinen (Speniscus humboldti) gehalten. Der Humboldt-Pinguin gehört innerhalb der Familie der Pinguine (Speniscidae) zur Gattung der Brillenpinguine (Spheniscus).

Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst die Küstengebiete und küstennahen Inseln an der Pazifikküste von Chile und Peru. Sie bevorzugen kalte und fischreiche Gewässer. Neben Fisch frisst der Humboldt-Pinguin auch Tintenfische, die er in Tiefen bis zu 20 Metern erjagt. Seine Tauchzeit beträgt dabei über zwei Minuten. Mit seinen Flügeln, die er zum Vortrieb unter Wasser einsetzt, kann er Geschwindigkeiten von 40 km/h erreichen.

 

Fliegen unter Wasser (Bild: Benjamin Ibler)

Humboldt-Pinguine sind Höhlenbrüter und leben in einer monogamen Einehe. Sie graben diese Höhlen selbst, nutzen aber auch verlassene Höhlen anderer Tiere. Das Weibchen legt zwei Eier in ihre Bruthöhle, die etwa 35 bis 40 Tage gewärmt werden. Die Jungvögel werden von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt und erreichen die Geschlechtsreife mit knapp vier Jahren. Die Lebenserwartung in Gefangenschaft liegt bei über 20 Jahren.

Humboldt-Pinguine mit ihrer auffälligen Brustzeichnung vor ihrer Bruthöhle (Bild: Wolf Malkusch)

Die Bestände der Humboldt-Pinguine nehmen rasch ab und die Art gilt deshalb als gefährdet. Humboldt-Pinguine werden derzeit in den folgenden VdZ-Zoos gehalten: Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Bernburg, Bochum, Bremerhaven, Cottbus, Dortmund, Dresden, Eberswalde, Halle, Hamburg, Hoyerswerda, Karlsruhe, Köln, Krefeld, Landau, Marlow, München, Neumünster, Neuwied, Nürnberg, Osnabrück, Rheine, Saarbrücken, Schwerin, Stralsund, Teneriffa-Puerto de la Cruz, Walsrode, Wien-Schönbrunn, Zürich. Alle diese Zoos beteiligen sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP, seit 1992).

Pinguin Nachwuchs 2017 im Zoo Dortmund (Bild: Benjamin Ibler)

Die einzelnen Humboldt-Pinguine kann man an ihrem Punktmuster auf der Brust eindeutig unterscheiden. Die Paare brüten Jahr für Jahr in derselben Nisthöhle, die im Freiland in den Guano gegraben wird. Wie andere Koloniebrüter lassen sich auch Pinguine in zoologischen Gärten nur dann zur Fortpflanzung bringen, wenn sie in einer Gruppe gehalten werden. Je umfangreicher die Kolonie, desto größer sind die Fortpflanzungserfolge.

Wenn Sie etwas zum Schutz der Humboldt-Pinguine unternehmen wollen, unterschreiben Sie bitte die Aktion des Initiators Sphenisco e.V. "Gracias Consejo Consultivo!".
Sie finden die Unterschriftmöglichkeit auf dem Link:

          Unterschrift für die Aktion "Gracias Consejo Consultivo"

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