Neubau der Robbenanlage im Zoo

15.09.2021
Warten auf die hohen Herren (Foto: Wolf Malkusch)

Offizieller Spatenstich zum Neubau der Robbenanlage im Zoo

Oberbürgermeister Thomas Westphal, Sport- und Freizeitdezernentin Birgit Zoerner und Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter setzten gemeinsam am Mittwoch, den 15. September, um 14 Uhr, den offiziellen Spatenstich zum Neubau der Robbenanlage im Zoo.

„Dortmund zieht an und baut seine Anziehungspunkte weiter aus. Die neue Robbenanlage wird definitiv ein starkes Stück Dortmund zum Hingucken. Ab heute kann die Vorfreude beginnen! Die neue Anlage verspricht spektakuläre Attraktionen. Die Tiere ziehen 2023 in ihr neues Revier, so ist unser Plan“, freut sich Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Die neue Robbenanlage ist Teil des Zukunftskonzeptes Zoo 2023. Sie umfasst zudem den Neubau eines Kiosks und einer barrierefreien WC-Anlage. Es entstehen Gesamtkosten in Höhe von rund 12 Mio. Euro.



Presseempfang am alten Robbenbecken (Foto: Wolf Malkusch)

„Seit 60 Jahren geht im wahrsten Sinne des Wortes für keine Besucherin und keinen Besucher der Weg an der Robbenanlage mit den Kalifornischen Seelöwen und Südamerikanischen Seebären vorbei. Sie ist einer der stärksten Magneten unter den beliebtesten Gehegen. Die Schaufütterungen haben Kultstatus“, erläutert Stadträtin Birgit Zoerner.

Plakat Neubau Robbenanlage (Foto: Wolf Malkusch)

„Alle Freundinnen und Freunde des Zoos können sich darauf freuen, die Tiere in ihrem neuen Heim zu erleben. Um auch das Unterwasserleben der Robben zu sehen, wird ein 12 mal 2,50 Meter großes Panoramafenster unterhalb der Tribüne eingebaut. Von dort aus hat man einen großartigen Einblick in die Unterwasserwelt“, schaut Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter in die Zukunft.

Herausragende Merkmale der Robbenanlage werden zudem sein:

- Die Fütterungen werden die Tierpfleger*innen von einem ausgedehnten Landteil aus, den sie über zwei Brücken erreichen können, direkt vor der Tribüne durchführen.

Die Robben Tierpfleger*innen (Foto: Wolf Malkusch)
Der erste Spatenstich (Foto: Wolf Malkusch)

- Ein Teil des Daches wird zu einer begehbaren, per Aufzug erreichbaren, Terrasse werden. Von dort haben die Besucher*innen den optimalen Überblick über die gesamte Anlage.

- Das separate Aufzuchtbecken wird eine eigene Stallanlage und eine Anbindung an die große Flachwasserzone erhalten. Dafür entfällt die heutige Anlage für die Nutrias, deren Haltung als invasive Art langfristig nicht mehr gestattet ist.

- Die Anlage wird den aktuellen Haltungsrichtlinien entsprechend konzipiert werden. Dazu zählen unter anderem die Vergrößerung des Areals um mehr als ein Drittel und die Sole-Becken mit salzhaltigem Wasser. Im nicht sichtbaren Bereich der Robbenanlage entsteht mit einem kleinen Becken ein Quarantänebereich für kranke Tiere.

- Die Gesamtwasserfläche wird auf rund 750 m² mehr als verdreifacht. Die Wassertiefe wird an den tiefsten Stellen zirka vier Meter betragen.

- Der alte Eiscontainer mit Zelt wird durch einen großen, modernen Kiosk auf dem heutigen Weg an der Nutriaanlage ersetzt werden.

- Neben dem Kiosk wird die neue, inklusionsgerechte WC-Anlage entstehen.

- Die Gesamtgestaltung wird naturnah im Stil der ehemaligen Anlage mit Ruhrsandstein, Sprungfelsen, extensiven Dachbegrünungen und Inseln umgesetzt werden.

Fütterung der Seelöwen durch OB Thomas Westphal (Bild: Wolf Malkusch)

Der Zoo Dortmund ist zugleich Koordinator des Europäischen Zuchtbuches für Südamerikanische Seebären und trägt damit eine besondere Verantwortung für eine zeitgemäße, tiergerechte Präsentation der Wassersäuger.

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