Binturongs

12.07.2020
Binturong im Zoo Dortmund (Bild: Markus Patschke)

Binturong (Arctictis binturong)
Familie: Schleichkatzen (Viverridae) 

Am 12. Juli 2020 war im Zoo Dortmund geplant, einen speziellen Tiertag für die Binturongs durchzuführen. Der Zoo hat immer noch mit Einschränkungen geöffnet, deshalb entfallen vorerst noch Veranstaltungen wie die Tiertage. Als Ersatz möchten wir hier einige Informationen zu den Binturongs geben.

Der Binturong ist ein eigenartiges, plumpes, mit einem Greifschwanz ausgestattetes, baumlebendes Raubtier, das von Laien kaum einzuordnen ist, was sich auch in seinem deutschen Namen "Marderbär" reflektiert. Im Zoo erhalten sich Binturongs ihr verspieltes und zutrauliches Wesen bis ins hohe Alter, was sie für Zoobesucher besonders interessant macht. Aus diesem Grund und weil die Art selbst auch gefährdet ist, bietet sie sich als Botschafter für Natur- und Artenschutzprojekte in Südostasien an.

Binturong im Zoo Heidelberg (Bild: Petra Medan)

Körperbau und Körperfunktionen

Binturongs sind groß und kräftig und erreichen eine Kopf-Rumpflänge von (60-)90-100 cm, eine Schwanzlänge von (50-)80 cm und ein Gewicht von 15 Kilo und mehr. Ihre leuchtend großen Augen weisen darauf hin, dass sie dämmerungs- und nachtaktiv sind. Der Binturong ist eines der ganz wenigen Säugetiere der Alten Welt, die über einen Greifschwanz verfügen. Vorder- und Hinterfüße sind mit 5 Zehen mit scharfen, gekrümmten Krallen ausgestattet, die ihnen erlauben, sich auch in schwierigem Terrain sicher hoch oben auf den Bäumen zu halten. Die Fußsohlen sind nackt.

Verbreitung

Binturongs leben in Südostasien: Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Indien über das südostasiatische Festland bis zu den Inseln Sumatra, Java, Borneo und Palawan. Ihr Lebensraum sind hauptsächlich tropische Regenwälder.

Junger Binturong im Tierpark Berlin (Bild: Tierpark Berlin)

Lebensweise

Binturongs sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie leben meist einzeln auf Bäumen, kommen aber auch auf den Boden. Obwohl ihre Bewegungen tollpatschig wirken, sind sie außerordentlich gute Kletterer, die hervorragend an ihren Lebensraum angepasst sind, wobei ihnen beim Hängeklettern Kopf voran der Greifschwanz gute Dienste leistet. Sie ernähren sich von tierischer und pflanzlicher Kost.

Gefährdung und Schutz

Der Bestand des Binturongs hat während der letzten 30 Jahre um mehr als 30 % abgenommen. Die Art gilt daher als gefährdet (Rote Liste: VULNERABLE).

Ausführliche Informationen zu den Binturongs findn Sie im Zootier-Lexikon von Peter Dollinger

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