Welt-Nashorn-Tag

07.10.2018

Verlockendes Frischfutter (Bild: Wolf Malkusch)

Die Nashörner oder auch Rhinozerosse bilden eine Familie der Unpaarhufer mit heute noch fünf lebenden Arten. Sie sind charakterisiert durch einen kräftigen Körper und kurze Gliedmaßen mit drei Zehen sowie einen großen Kopf, der bei allen heute lebenden Vertretern eine markante Bildung bestehend aus einem oder zwei Hörnern trägt. Nashörner sind Dickhäuter, ebenso wie Elefanten und Flusspferde. Gab es früher eine große Artenvielfalt dieser Tiergruppe, so hat diese durch unkontrollierte Jagd und Wilderei vor allem in den letzten Jahren drastisch abgenommen.

Nashörner leben heute in Afrika südlich der Sahara und in Süd- bzw. Südostasien sowohl in Savannenlandschaften als auch in Tropischen Regenwäldern in Hoch- oder Tiefländern. Die ursprüngliche Verbreitung war aber wesentlich weiter. Die meisten Nashornarten gelten als vom Aussterben bedroht. Kurzzeitig schien es, als wende sich das Blatt – ein Trugschluss…

Nashorn-Bestände weltweit – Stand Ende 2013:

  • Breitmaulnashörner: 20.404
  • Spitzmaulnashörner: 5.055
  • Indisches Panzernashorn: 3.264
  • Sumatra-Nashorn: max. 210
  • Java-Nashorn: max. 45

Südafrika steuerte in den letzten Jahren, trotz massiver Gegenmaßnahmen, auf einen Negativ-Rekord bei der Nashornwilderei zu. Laut WWF erreichte die Wilderei im Jahr 2013, mit 1.004 bekannt gewordenen toten Nashörnern beider Arten [Breitmaul- und Spitzmaulnashörner], einen Höchststand in der Republik Südafrika. Alleine in Kenia seien in 2013 fast doppelt so viele Nashörner getötet worden wie im Jahr zuvor.

Natürlich setzt sich auch der WWF für den Schutz der Nashörner und Elefanten ein, die hauptsächlich wegen des Elfenbeins gewildert werden. Im letzten Jahr war festzustellen, dass die bedrohliche Abnahme aller Nashorn-Spezies langsamer wurde, einige Arten konnten sogar einen leichten Zuwachs verbuchen, was wohl auf die vielen Maßnahmen verschiedenster Organisationen zurück zu führen war. Laut WWF wird dies aber durch die anhaltende „Wildereikrise“ in Afrika gefährdet. Wenn die Entwicklung so weiter gehe, könne „die Todesrate die Geburtenrate in den nächsten 2 Jahren übersteigen“.

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